20 Jahre Aufbruchstimmung

Der Zweckverband Eichwald: Weitsicht, Innovation, Kompetenz und Gemeinsinn

Eine Jahrhundertchance erkannt und genutzt: So einfach lässt sich auf den Punkt bringen, was gescheite Köpfe mit Weitsicht, Kompetenz und Power mit ihrem interkommunalen Schulterschluss in einem der größten zusammenhängenden Gebiete Nordwürttembergs in nunmehr 20 Jahren vollbrachten. Der Zweckverband Eichwald hat sich inzwischen voll bewährt. Die Aufbruchstimmung hält an. Das Vier-Mächte-Bündnis hat aktuell allen Grund, gleich vier Jubiläen zu feiern.

Kopfgeburten aus Amtsstuben und Kooperationen sind bekanntlich nicht immer geeignet, den Menschen einen guten Dienst zu erweisen. Umso positiver ist die Erfolgsgeschichte zu werten, welche die Nachbarn Sachsenheim, Bietigheim-Bissingen, Sersheim und Oberriexingen mit diesem, ihrem Zweckverband schreiben. Man könnte alleine Zahlen und Fakten für sich sprechen lassen: Eine Gesamtfläche von rund 177 Hektar, rund 1000 Arbeitsplätze, neun Firmen, zum Teil mit Weltruf, erhebliche Ausschüttungen aus Grundstückserlösen und Steuern, die den Infrastrukturen der Beteiligten spürbar zugutekommen, sowie andernorts beneidete traumhafte Optionen für die Zukunft machen diese von Horst Fiedler geleitete Körperschaft jedenfalls zu einem Vorzeigeobjekt. Da macht nachvollziehbar schon auch mal der Vergleich mit dem berühmten „Sechser im Lotto“ die Runde.

Dabei haben sich die Initiatoren und Verantwortlichen bei diesem Höhenflug am „Krähwinkel“ keinesfalls in ein gemachtes Nest gesetzt. Es gab bei diesen mannigfaltigen Kraftakten viel mehr alle Hände voll zu tun, um das Zweckverbandsgelände so auszutüfteln und zu stemmen, wie es sich heute samt „Porsche-Hügel“ und Biotopen präsentiert. Auf dem einstigen Jagdrevier des Sachsenheimer Stadtschultheißen Wilhelm Vetter waren vor dem Verbandsstart 1994 auch schon ein Fliegerhorst der Nazis und schließlich eine vermutlich atomar bestückte Nike-Raketen-Abschussbasis der US Army mit all ihren unliebsamen betonierten Nachlässen beziehungsweise Altlasten, ja, selbst ein Hubschrauber-Übungsgelände zu berücksichtigen. Vom unseligen Sterbelager, Flüchtlingsunterkünften und privaten Umtrieben in Wildwest-Manier ganz zu schweigen.

Ganz zu schweigen auch von den vielen, über Jahre hinweg auch in der Bevölkerung ausgesprochen konträr diskutierten Vorschlägen, Forderungen und Visionen, wonach der Glücksfall Eichwald auch in ein 20 Fußballfelder großes Nato-Pomms-Depot, eine Autoteststrecke für einen Nobelmarkenkonzern, einen Golfplatz, Festplatz, eine Open Air-Bühne, Reitanlage oder beispielsweise zu einem Freizeitpark hätte „veredelt“ werden sollen – oder eben gerade nicht. Nicht zu vergessen die Landwirte und erklärten Naturfreunde. Sie fordern bis heute wider den Flächenfraß Wiederaufforstung, Renaturierung, Stillstand, das heißt den kompletten Erhalt des Ökosystems.

Alle diese Überlegungen mündeten vor 20 Jahren letztlich mit mutigen Blicken übern eigenen Kirchturm hinweg und nach der einen oder anderen nachbarlichen Irritation, insbesondere aber auch dank der neuen Umgehungsstraße, in den überregionalen Gewerbepark Eichwald, für dessen 60 Jahre lang militärisch genutztes und auch entsprechend baulich belastetes Herzstück der Stuttgarter Professor Wolfgang Schreiber Ende 2000 gar die Vision von 2400 Arbeitsplätzen in Aussicht stellte.

Park und Verband präsentieren sich heute als absolut prosperierende, boomende beziehungsweise gut harmonierende Einrichtungen. 20 Jahre Zweckverband, 10 Jahre Zugehörigkeit von Bietigheim-Bissingen, 10 Jahre Firma Winkels und 10 Jahre E & W Eichwald GmbH vor Ort sind in der Tat ein Grund zu feiern: bodenständig, ohne Pomp, wie man es hier gewohnt ist, aber durchaus selbstbewusst und mit berechtigtem Stolz.








Horst Fiedler
Vorsitzender Zweckverband Eichwald